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Edition 001 Wirtschaftswissenschaften
 
Frank Stephan Langner
„Von der Umweltökonomie zur ökologischen Ökonomie“
 
 

Die Wirtschaftstheorie hat zur Abwendung der drohenden Naturverknappung weitgehend nichts beizutragen. Zwar liegen Entwürfe und Vorstellungen vor, die auf die Begrenzungskrise anwendbar sind, doch die Konsequenzen fallen dürftig aus und führen im wesentlichen über unmittelbare Feststellungen nicht hinaus. Diese düstere Zustandsbeschreibung des derzeitigen Wirtschaftsverständnisses im Hinblick auf die Umweltproblematik ist der Ausgangspunkt dieser Arbeit. Ihr Ziel ist die Skizze eines Forschungsprogramms, dessen Verwirklichung den überfälligen Wandel zu einer ökologisch ausgerichteten Wirtschaftstheorie vollziehen könnte. Um dieses Vorhaben qualifiziert umzusetzen, werden in den beiden einführenden Kapiteln grundlegende Sachverhalte thematisiert. Kapitel 1 stellt die Forschungstechnik der vorherrschenden Theorieschule, der Neoklassik, vor, welche im Vergleich mit der verstehenden Methode dargeboten wird. So kann neben der geübten Kritik ein alternatives Vorgehen geschildert werden. Dabei verdient das individuelle Selbstbestimmungsparadigma besondere Beachtung. Seine dogmatische Beibehaltung bei gleichzeitiger Zulassung kollektiver Fragestellungen führt zu einem systematischen Theorieversagen (Konsistenzthese). In Kapitel 2 werden der Umweltbegriff sowie die gängigen umweltökonomischen Rezepte eingeführt, anhand derer in den folgenden zwei Kapiteln das Scheitern der Wirtschaftswissenschaft exemplarisch demonstriert wird. Das geschieht an einigen Stellen durch stark vereinfachte Modelle, um den formalen Charakter der Neoklassik und ihrer Theoreme hervorzuheben. Zur konkreten Begründung des Theorieversagens wird sich der individualistischen
Allokationssysteme Markt, Verhandlung und Abstimmung bedient. Sonstige Allokationsmechanismen finden in dieser Arbeit keine Erwähnung; ihre Erörterung hätte den gesetzten Rahmen der vorliegenden Abhandlung gesprengt. Außerdem sind die theoretischen Gründe für ihre Untauglichkeit denen der individualistischen Allokationssysteme ähnlich: Immer führen bestimmte Informationsdefizite und -asymmetrien in ausweglose Sackgassen. Ergänzt wird die Darstellung der Informationsproblematiken zudem aber auch um weitere Unzulänglichkeiten, so dass das Scheitern der Umweltökonomie umfangreich dokumentiert ist. Da, wo wirtschaftswissenschaftliche Strömungen existieren, die zur Behebung der Kritikpunkte einen Beitrag leisten könnten, werden diese benannt und kurz umrissen. Über das Theorieversagen hinaus zeigt die Diskussion der neoklassischen Allokationslogik jedoch auch, dass der Umweltbegriff nicht problemgerecht in die Wirtschaftswissenschaft übertragen wurde (Homomorphiethese). Anstatt Ansätze zur Erfassung des zunehmenden Umweltverzehrs zu entwickeln, wurde das Bild der Umwelt oder ihrer Nutzung ökonomischen Begriffen einfach angepasst. Zur Kompensation dieses Mangels wird in Kapitel 5 die Umwelt erst als rein physikalische Einheit, dann als biotische Organisationsform auf stofflich-energetischer Basis und zuletzt als komplexes Umweltsystem mit Wechselwirkungen zur kulturellen Sphäre beschrieben. Daraus lassen sich Prinzipien und Gedankenmodelle ableiten, auf denen eine ökologische Ökonomie errichtet werden könnte. In Zusammenhang mit den Konsequenzen aus der Konsistenz- und der Homomorphiethese ergeben sich so vier Schwerpunkte ökologisch-ökonomischer Forschung (Kapitel 6). Die Mannigfaltigkeit der intra- und interdisziplinären Ansätze, die in diese Arbeit Eingang gefunden haben, ließen bisweilen einen stereotypen Duktus unumgänglich werden. Ohne die präzisen Fachtermini wäre es vermutlich nicht gelungen, die unterschiedlichsten Sachverhalte hinreichend korrekt einzuführen. Die Eingrenzung auf nur einige der verwendeten Ansätze hätte demgegenüber die Verdeutlichung der Entwicklungsfähigkeit einer ökologischen Ökonomie behindert: Als entstehende Wissenschaft rekrutiert sie ihre Theorien aus der facettenreichen Vernetzung verschiedenster Ideen.

Die Arbeit will die bisherigen theoretischen Ansätze der Ökonomie im Umgang mit den drängenden ökologischen Fragestellungen kritisch analysieren und Schwächen in der wirtschaftswissenschaftlichen Modellbildung aufzeigen. Die Kernfrage lautet daher, ob die neoklassisch orientierte (volkswirtschaftliche) Umweltökonomie prinzipiell in der Lage ist, das Problem des fortschreitenden Umweltverzehrs adäquat zu lösen. Beantwortet wird diese Frage anhand zweier Thesen: Zum einen ist die neoklassische Umwelttheorie aufgrund der Zulassung sozialer Faktoren (externe Effekte, öffentliche Güter) nicht widerspruchsfrei (Konsistenzthese) und zum anderen ist es im Rahmen der Umweltökonomie nicht gelungen, den Umweltbegriff problemgerecht in die theoriespezifische Terminologie zu übertragen (Homomorphiethese). Als Konsequenz dieser Erkenntnisse mündet diese Arbeit in dem Versuch, ein Forschungsprogramm zu skizzieren, dessen Verwirklichung den überfälligen Wandel zu einer ökolgisch ausgerichtet Wirtschaftstheorie vollziehen könnte. Um jedoch zunächst die genannten Feststellungen zu untermauern, werden anfangs die Neoklassik in den relevanten Punkten (Kap. 1) wie auch die durch sie bereitgestellten Konzeptionen hinsichtlich des gravierenden Umweltverbrauchs inhaltlich und unter Berücksichtigung ihrer dogmengeschichtlichen Entstehung vorgestellt (Kap. 2). Die vor allem durch die Diskussion um das Coase-Theorem in die ökonomische Umwelttheorie integrierten Ansätze der Neuen Institutionenökonomie leiten nach einer kurzen Erörterung der gängigen Internalisierungsstrategien externer Effekte im Umweltbereich zu der sozialen Perspektive über: Externalitäten werden als gesellschaftliche Konflikte interpretiert (Kap. 3) und so den Überlegungen der Neuen Politischen Ökonomie zugänglich gemacht. Ergänzt um spieltheoretische Einsichten begründet sich die Konsistenzthese: die strikte Beibehaltung des individuellen Selbstbestimmungsparadigmas bei gleichzeitiger Berücksichtigung kollektiver Fragestellungen führt zu einem systematischen Theorieversagen. Die in der Arbeit behandelten individualistischen Allokationssysteme für Umweltgüter - der Markt, die Verhandlung sowie die Abstimmung – scheitern stets infolge theorieimmanenter Informationsdefizite und -asymmetrien (Kap. 4). Über das reine Theorieversagen hinaus – welches nicht nur für die Umweltökonomie gilt, sondern als generelle Kritik an der derzeit dominierenden Wirtschaftslehre verstanden werden muss – wird in der Arbeit verdeutlicht, dass bereits der gewählte Umweltbegriff der Neoklassik untauglich ist, um eine brauchbare wirtschaftswissenschaftliche Umwelttheorie auszuformen. Anstatt Ansätze zur Erfassung der zunehmenden Umweltgefährdungen zu entwickeln, wurde im neoklassischen Theoriebildungsprozess das Bild der Umwelt oder ihrer Nutzung ökonomischen Begriffen einfach angepasst. In der Arbeit wird daher die Umwelt alternativ erst als rein physikalische Einheit, dann als biotische Organisationsform auf stofflich-ergetischer Basis und zuletzt als komplexes Umweltsystem mit Wechselwirkungen zur kulturellen Sphäre beschrieben. Dieses Vorgehen zeigt, dass Wirtschaften als gerichteter, interdependenter und kreativer Prozess aufgefasst werden und einer evolutorischen Analyse unterzogen werden muss, in deren Zentrum die folgenden wirtschaftswissenschaftlich relevanten Prinzipien stehen: Historizität (statt Kreislaufdenken), zirkuläre Kausalität (statt linearer), Dezentralismus, Intensität (statt Effizienz), Individualismus und Induktion (Kap. 5). Eine solche Auffassung von Wirtschaften und die resultierenden Prinzipien, denen der Wirtschaftablauf genügt, offenbaren Defizite der Neoklassik, Diskrepanzen sowie teilweise auch Ähnlichkeiten zwischen ökologischer Realität und theoretischer Ökonomie. Entsprechend werden in der Arbeit abschließend verschiedene Forderungen vorgestellt, denen ein Richtungswechsel in der Umweltökonomie Rechnung zu tragen hat. Sie umreißen ein neues Paradigma, bei dessen Umsetzung jedoch ein besonders schwerwiegendes Problem zu lösen ist: die Integration von systemischer Perspektive und individueller Fundierung. Insgesamt wird daher noch eine lange Strecke zurückzulegen sein, bis theoretische Modelle den Weg in eine von Nachhaltigkeit geprägte Zukunft weisen (Kap. 6).


Erschienen: 1998. Seiten: 102 S.
ISBN: 3-932756-46-0
 
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