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"Psychiatrie & Selbsthilfe" |
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„DEPRESSIONEN – die stille Hölle“
Rezensiert von Roland Hartig
 
Die Autorin Dagmar Uhlmann schaufelt in ihre Bücher die deutsche Wirklichkeit nur so hinein. Früher (zu DDR-Zeiten) war sie Lehrerin für Musik und Mathematik. Nach der Wende begann sie eine erfolgreiche Karriere im sozialen Bereich. Doch die engagierte Frau stürzt 1994 in eine tiefe seelische Krise. Es ist die "Quittung" für ihre schleichende Ohnmacht, mit den alltäglichen Ungerechtigkeiten und Problemen fertig zu werden. Ihren Leidensweg zeichnet sie in ihrem soeben erschienen dritten Buch "Depressionen - die stille Hölle" als Sarah Lander nach. So ist es auch kein Wunder, dass die über fünfzig Abschnitte hinter dem Titel nicht zurück bleiben: "Der Zusammenbruch", "Der Psychologe", "Die Klinik am See", "Wieder zu Hause", "Die Ware Mensch", "Psychiatriebeirat", "Ein Lichtblick" ... Was ihre Hauptfigur Sarah dem Leser von der ersten bis zu letzten Seite anvertraut, läuft ab wie ein verfilmtes Meisterwerk. Die Autorin lässt den Leser miterleben, wie massiv Sarahs depressive Erkrankung das Leben lähmt. Nur langsam entkommt sie der "stillen Hölle". Thekla, Alex, Roland und Achim versinken darin - tragisch endend. Später, im April 2004, nach zehn Jahren Auf und Ab, steht für Sarah fest: "Sie will leben, und jetzt erst recht!" Sarahs Abspann enthält wichtige Erfahrungen und Erklärungen über Depressionen. Kein Gelehrter könnte ihre Erkenntnisse so authentisch rüber bringen, es sei denn, er ist selbst betroffen. Ein weiterer Lichtblick: "Sarahs neue Psychotabletten und die aktive Aufarbeitung ihrer Probleme und Schwachpunkte ließen sie zu einem verhältnismäßig normalen Leben finden, dass sie häufig sogar ausgesprochen genießen kann."

"Depressionen - die stille Hölle" steht für einen längst fälligen Tabubruch: Depressionserfahrene können ihre Mitmenschen sensibilisieren. Dagmar Uhlmann gelingt es. Sie bringt Licht in die verborgenen Abläufe dieser schweren Erkrankung. Und sie weiß heute, wie sie ihr Leben leben muss. In ihrem Wesen ist sie sich treu geblieben, weil sie ihre Einstellungen zum Leben - sich für das einzusetzen, was sie für gut und richtig empfindet - beibehalten hat. Ein ermutigender Ratgeber für Betroffene, Angehörige, Partner, Freunde, Arbeitskollegen und Arbeitgeber.

Mehr Informationen finden Sie in unserem Online-Katalog:
„DEPRESSIONEN – die stille Hölle“
 
 
   
  Peter Fritz Mengel
„Das Oderbruch“
In zwei Bänden
 
     
  „Das Oderbruch“ Jedem, der deutsche Schulen besucht hat, ist es geläufig, daß Friedrich der Große das Oderbruch urbar machte und besiedelte, „im Frieden eine Provinz gewann, die ihn keinen Soldaten kostete“. Wer jedoch tiefer in die Einzelheiten dieser großen Kulturtat, ihre Vorgeschichte, Durchführung und Auswirkung eindringen will, muß mit Bedauern die überraschende Feststellung machen [...]
 
 

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